50 Jahre Geschichte

Nach einer Zeitungsanzeige fanden sich 1972 sieben Enthusiasten zusammen, die den Modelleisenbahnclub Bielefeld gründeten. Nachdem man sich zunächst in Gaststätten traf, um Gedanken über das gemeinsame Hobby auszutauschen, wurde bald im Jugendheim Wellensiek ein erstes Domizil gefunden.

Die erste Anlage im Maßstab 1:160

Jetzt hatte man endlich eigene Räume und mit den Planungen für eine erste Anlage konnte begonnen werden. Aber was soll das "Thema" der Anlage sein, wie gestaltet man am Besten die Gleisführung? Jeder, der schon vor ähnlichen Problemen gestanden hat, kann sich wohl ein Bild davon machen. Gemäß der Abstimmung bei der Gründung entschied man sich zunächst für die Spur N im Maßstab 1:160.

Ein Vorbild im Bahnhofsgebäude

Die Arbeit an der Planung dieser Anlage währte jedoch nicht lange. Schon nach einem knappen Jahr zog der Verein, welcher mittlerweile auf 12 Mitglieder angewachsen war, in den Ostbahnhof in Bielefeld um. Hier wurde nun endlich mit dem Bau einer Anlage begonnen. Die Anlage sollte die Einfahrt aus Richtung Brackwede nach Bielefeld HBF darstellen. Die Arbeit schritt schnell voran und schon bald konnte der erste Zug über die frisch verlegten Gleise rollen. Im Jahr 1978 bereitete dann ein Ereignis dem Bau der Anlage ein Ende. Der Ostbahnhof sollte noch in diesem Jahr abgerissen werden. Die Kündigung des Mietverhältnisses, seitens der Deutschen Bundesbahn als Eigentümer, war die Folge. Nun musste man sich schon wieder nach einem neuen Domizil umsehen. Das Gebäude des Ostbahnhofs existiert jedoch Heute immer noch.

Eine neue Heimat

Die Suche nach einer neuen Bleibe gestaltete sich zunächst etwas schwierig. Doch Dank des guten Verhältnisses zur Stadtverwaltung Bielefeld konnte im Prokuristenhaus der Ravensberger Spinnerei ein neues Zuhause für unseren Verein gefunden werden. Dies war nun auch ein Haus, das komplett dem MEC zur Verfügung stand. Die Baulichkeit war jedoch in einem schlechten Zustand. Nach umfangreichen Baumaßnahmen, die von den Clubmitgliedern eigenständig ausgeführt wurden, konnte im Erdgeschoss mit dem Bau einer Großanlage der Spurweite N begonnen werden. Auf der hier zur Verfügung stehenden Fläche von ca. 50m² konnten sich die nun 21 Clubmitglieder auslassen. Es wurde eine Landschaft gestaltet, die von einer zweigleisigen Hauptstrecke durchzogen wird. Die langen freien Fahrstrecken sind bezeichnend für diese Anlage. Doch nicht alle Clubmitglieder waren Anhänger der Spurweite N. Diese Mitglieder dachten natürlich über den Bau einer eigenen H0-Anlage nach. Den Anstoß zur Gründung der H0 Sparte gab der damalige Vorsitzende Klaus Wagner im Jahr 1983. Die H0 Begeisterten planten nunmehr eine Anlage im Obergeschoss, welches bis dahin als Aufenthaltsraum gedient hatte.

Ein Speisewagen hält einzug

Der Aufenthaltsraum wiederum entstand im Keller in neuer Form. Eine günstige Gelegenheit wurde ergriffen und die Inneneinrichtung eines von der DB ausgemusterten "1. Klasse Personenwagens" gekauft. Diese Inneneinrichtung ist im Keller in einem eigenen Raum eingebaut worden. Des Weiteren entstanden im Keller noch eine Küche und die "Puffer BAR" mit stilgerechter Fußleiste aus Schienenprofil. In diesen Räumlichkeiten findet heute die alljährliche Weihnachtsfeier statt. Während der Ausstellungstage dient der "Salonwagen" als Vorführraum für Eisenbahnfilme.

Die H0-Anlage entsteht

Aber zurück zur H0-Anlage. Der Reiz der dort entstehenden Anlage liegt darin, dass sie durch mehrere Räume führt, von denen jeder ein eigenes Thema aufgreift. Gesamtthema war auch hier eine zweigleisige Hauptstrecke. Auf der Grundfläche von ca. 100 m² konnten dann auch in dieser Größe lange Fahrstrecken entstehen. 1985 kam dann schließlich der jüngste Spross - die ARGE Spur 0 (Arbeitsgemeinschaft Spur 0) - hinzu. Vier Mitglieder kamen auf die Idee eine Spur - 0 - Anlage zu bauen. Vom Gleis bis zum Gebäudebau - sogar die Fahrzeuge - entstand alles im Selbstbau. Thema dieser Anlage ist ein Kleinbahnhof mit dem dazugehörigen BW, welches sich nun im Besitz von Museumseisenbahnern befindet.

Neue Medien und eine Homepage

Auf der Jahreshauptversammlung des Jahres 1999 wurde beschlossen eine eigene Internetpräsens aufzubauen. Im Dezember 2000 konnten diese Seiten der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In den letzten Jahren wurde diese kontinuierlich erweitert und an die neuen technischen Gegebenheiten angepasst. So zog im Jahre 2006 ein modernes Content-Management-System ein, was bis heute zur Verwaltung der Inhalte diehnt.

Tag der offenen Tür

Die jeweils am 2. Advent und am 2. Sonntag im Januar durchgeführten Ausstellungstage haben sich schon weit herumgesprochen und man sieht viele Leute jedes Jahr wieder, wenn die Züge rollen. Manche Besucher nehmen hierfür auch weite Wege in Kauf. So können wir beispielsweise auch Besucher aus Niedersachsen und dem Sauerland begrüßen. Wir wollen uns auf diesem Wege bei allen Besuchern bedanken, die uns für unsere Arbeit Anerkennung erfahren ließen und die durch ihr Erscheinen weitere Arbeiten an den Anlagen ermöglichen. In den letzten Jahren ist der Club jedoch von den bekannten Terminen abgerückt. Dies war und ist einem Überangebot an Ausstellungen zur Weihnachtszeit geschuldet, wodurch die Besucherzahlen rückläufig waren. Dank einer perfekten Symbiose aus dem "Vorweihnachtlichen Markt" in der Ravensberger Spinnerei und unserem Tag der offenen Tür konnten wir neue Besucher auch Anfang November in unsere Clubräume locken.

Der Digitalbetrieb eröffnet neue Möglichkeiten

Im Mai 2006 wurde, dank der finanziellen Unterstützung der Geschäftsstelle "MLP Bielefeld", mit dem Umbau der H0-Anlage auf Digitalbetrieb begonnen. In den vergangenen Jahren war es zwar möglich im Industriegebiet mit digitalisierten Loks zu fahren, jedoch waren die Möglichkeiten stark begrenzt. Nun ist die gesamte Strecke digitalisiert und die Arbeiten befinden sich in den letzten Zügen. Im nächsten Jahr soll eine Blocksteuerung eingebaut werden und der Hauptbahnhof vollständig in Betrieb genommen werden. Weiterhin gilt es das Car-System zu vollenden.

Spur 0 und N bauen aus und um

Gleiches gilt für die N-Anlage. Hier wird fieberhaft am Car-System im Städtchen Kirchhorsten im Maßstab 1:160 gebastelt. Aber auch die Kollegen unserer größten und ältesten Spur - der Spur 0 - wirben viel Staub auf. Auch hier hielt die Digitaltechnik 2009 einzug und eröffnete mehr Gestaltungsfreiraum. Allerdings zeigt der begrenzte Platz schnell Grenzen auf, sodass nun als nächster Schritt über den Bau einer Modulanlage nachgedacht wird.

Die Jugend erobert den Club

Diese hat bereits an einer anderen Stelle viele neue, vor allem junge, Anhänger gefunden. Mit einer neu ins Leben gerufenen Modul-Anlage betrat der MEC Bielefeld 2009 neues, unbekanntes Terrain. Aber dank der Hilfe vieler neuer, junger Mitglieder, die sich seitdem mit dem Aufbau und der Pflege der Module beschäftigen, konnten schnell Erfolge vermeldet werden. Ziel soll es sein, zukünftig auf Ausstellungen und Messen die Aktivitäten des Clubs besser nach Außen zu präsentieren.

Knapp 40 Jahre nach der Gründung des MEC ist besonders den engagierten Mitgliedern zu danken, die auch weiterhin mit viel Eifer und Begeisterung an unseren Clubanlagen arbeiten.

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Modelleisenbahnclub Bielefeld e.V.
"im Ravensberger Park"
Heeper Straße 33
33607 Bielefeld

Vereinsregister-Nummer 1786

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